Machbarkeitsstudie und Potenzialanlyse Tübingen Süd

In der Südstadt von Tübingen befinden sich große behördliche Standorte wie das Regierungspräsidium, das Polizeipräsidium, das Landratsamt, die Hauptverwaltung der Sparkasse und andere Einrichtungen mit teils erheblichen Wirkungen auf das Verkehrssystem durch Berufs- und Besucherverkehr. Zur Verbesserung der Qualität der Erschließung dieses Behördenzentrums sowie der Gesamtstruktur des Regionalverkehrsangebotes beabsichtigt die Stadt Tübingen mit Hilfe des Landes Baden-Württemberg die regionale Bahnverbindung von Lustnau über den Hauptbahnhof bis nach Derendingen auszubauen. Das Ingenieurbüro IVAS erarbeitet dazu in Zusammenarbeit mit der PTV AG Karlsruhe eine Machbarkeitsstudie, die Risiken, positive Effekte und die maßgeblichen Einflüsse für Nutzer, ÖPNV-Betreiber und Finanzierung sowie die Stadt Tübingen in Analyse und Prognose unter Einbeziehung von Pendlerströmen herausstellt.  

Von dieser Maßnahme wird auch das Busnetz des Stadtverkehrs Tübingen, mit dem das Gebiet bisher an das ÖPNV-Netz angeschlossen ist, beeinflusst. Verbesserungen der Angebote der Regionalbahn sollen einhergehen mit einer Angebotsanpassung im Stadtverkehr.  

Vorhandenes umfangreiches Datenmaterial wird hinsichtlich der Verwendbarkeit für die Standardisierte Bewertung gesichtet und mit den aktuellen Datenbeständen aus der Haushaltbefragung Tübingen (IVAS 2007) sowie ergänzenden Erhebungen im Bereich Tübingen-Süd für eine Nachfrageabschätzung im Gesamtverkehr überlagert.  

Weiterführend werden daraus Konzeptionen für das städtische Busnetz entwickelt sowie die daraus resultierenden städtischen und regionalen Nutzeffekte abgeschätzt. Eine überschlägige Nutzen-Kosten-Untersuchung soll die Erfolgsaussichten für den Ausbau der Bahnstrecke und deren Haltepunkten zwischen Tübingen und Derendingen aufzeigen.