Untersuchung zu Entwicklungsfragen des Hauptstraßennetzes Halle (Saale)

Vor dem Hintergrund des Wohnungsleerstandes und damit einhergehenden Verfalls von Wohngebäuden an Hauptstraßen im Stadtgebiet untersucht das Ingenieurbüro IVAS im Auftrag der Stadt Halle (Saale), ob durch gezielte Maßnahmen im Hauptstraßennetz Qualitätsgewinne vor allem für die Wohnfunktion erreicht werden können, ohne die Erreichbarkeit der Innenstadt grundsätzlich einzuschränken. Die umfangreiche Analyse ist abgeschlossen und es erfolgte die Erarbeitung der Bewertung des Hauptstraßennetzes. Die Ergebnisse des Arbeitsstandes konnten Ende September präsentiert werden.  

 

Einen maßgeblichen Schwerpunkt der Untersuchungen stellt die Fragestellung dar, ob die Hochstraße im Zuge der B 80 (An der Waisenhausmauer/ An der Magistrale), die einen schweren Eingriff in den Stadtorganismus darstellt, aus verkehrlicher Sicht in dieser Form perspektivisch verzichtbar bzw. ersetzbar wäre. Eine Reduktion des Querschnittes der Brücke sowie der großflächigen Ausbildung der Knotenpunkte wird jedoch zu umfangreichen Verkehrsverlagerungen und auch zum Erfordernis ergänzender Saalequerungen im Straßennetz führen. Dadurch wird die Systematik des Straßennetzes in Halle grundlegend geändert.  

 

Aufgabe im Rahmen der verkehrsplanerischen Untersuchung ist es, ausgehend von einer Analyse der Funktionalität des Straßennetzes im Bestand, Möglichkeiten der Entwicklung des Straßennetzes ohne stadtzerschneidende Hochstraße in ihrer heutigen Dimension aufzuzeigen und zu bewerten. Dabei erfolgt ebenso eine Orientierung an historischen Vorgaben wie die Entwicklung neuer Ideen.