Tourismus und ÖPNV in der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa - Projekt "Sniezka"

Im Auftrag des ZVON und des zuständigen Amtes der Woiwodschaft Niederschlesien erstellt IVAS zusammen mit dem polnischen Unternehmen ARUP ein grenzüberschreitendes ÖPNV-Konzept im Korridor Bautzen - Görlitz - Lubań - Jelenia Góra - Kamienna Góra. Der Kernaspekt ist die Tourismusentwicklung in der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa ist. Das Projekt ist Teil des „Operationellen Programms für grenzüberschreitende Zusammenarbeit Polen - Sachsen 2007-2013“, welches die Realisierung vieler Projekte zur Förderung der grenzüberschreitenden Entwicklung in der Region ermöglicht.  

Der Zweck des Projekts ist es, die Bedingungen und Angebote des öffentlichen Personenverkehrs in der Region zu analysieren und darauf aufbauend in einem gemeinsamen Konzept Maßnahmen zu entwickeln, durch die die Attraktivität des Bahn- und Busverkehrs deutlich gesteigert und damit zukünftig weitere touristische Potenziale erschlossen werden können.  

Als Ergebnis liegt nun eine Konzeption für den grenzüberschreitenden Schienenverkehrskorridor vor. Darin ist die Entwicklung des Hauptbahnhofes Görlitz zum zentralen Knoten im Untersuchungsgebiet vorgesehen, welche schrittweise erfolgen soll. So ist die Verlängerung und Abstimmung polnischer Züge über die Neisse nach Görlitz vorgesehen, wodurch mehrere Verbindungen in Richtung Riesengebirge möglich werden. Anschließend sollen Direktverbindungen entstehen, wodurch Fahrzeiten verkürzt und die Attraktivität erhöht wird. Untersetzend wurden im Konzept Aussagen zur Weiterentwicklung bzw. Regulierung des Busverkehres (insbesondere im polnischen Teil des Untersuchungsgebietes), den Ansprüchen des Tourismus an das ÖV-System sowie zu Marketingmaßnahmen getroffen.  

Am 5. Juni 2013 ist die Abschlusskonferenz mit der Präsentation der wesentlichen Ergebnisse in Karpacz vorgesehen.