Mit der Inbetriebnahme des neuen Schulcampus des Gymnasiums LEO an der Bodenbacher Straße zum Schuljahr 2026/2027 war eine sichere und leistungsfähige Erschließung für die künftig deutlich steigenden Schülerströme erforderlich. Die bestehenden Seitenräume und Fußwege zwischen Dobritzer Straße und Paracelsusstraße waren hierfür nicht ausreichend dimensioniert und mussten grundlegend angepasst werden.

Zur Verbesserung der Schulwegsicherheit wurden umfangreiche verkehrs- und straßenplanerische Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehörten insbesondere die Anpassung der bestehenden Haltestelle sowie die Verschwenkung der stadteinwärtigen Fahrbahn unter äußerst beengten räumlichen Verhältnissen und unter Berücksichtigung zahlreicher vorhandener Medienleitungen.

Die Planung erforderte eine sorgfältige Abwägung der unterschiedlichen Anforderungen aller Beteiligten und die Entwicklung tragfähiger Kompromisslösungen. Eine besondere Herausforderung bestand darin, dass die ursprünglich vorgesehene grundhafte Neugestaltung der Bodenbacher Straße während der Projektbearbeitung aus politischen und finanziellen Gründen nicht weiterverfolgt wurde. Die bereits integrierten Planungen für den Schulstandort mussten daher kurzfristig zu einer eigenständigen und langfristig funktionsfähigen Lösung weiterentwickelt werden.

Von der Entwurfsplanung bis zur Verkehrsfreigabe vergingen lediglich rund 18 Monate. Der enge Terminrahmen stellte hohe Anforderungen an alle Projektbeteiligten und erforderte ein hohes Maß an Pragmatismus, Lösungsorientierung und Entscheidungsfähigkeit.