
(09/25) Zum zweiten Mal während der Bauphase der neuen Ortsumfahrung führte eine Fachexkursion des VSVI zum Neubau der B 172n nach Pirna. Nebst Kaffee und Kuchen wurde mit einem umfassenden Fachvortrag durch Herrn Noack von der EHS in die Thematik eingeleitet, bevor es mit Bauhelm und Warnweste durch den Kohlbergtunnel und an den westlichen Fußpunkt der Gottleubetalbrücke ging und viele spannende Einblicke gewährt wurden:
Der erste Teilabschnitt der Ortsumfahrung bis zum Anschluss in Pirna-Zehista ist nunmehr seit 2022 verkehrsfreigegeben. Mit dem Kohlbergtunnel und der Gottleubatalbrücke stehen gegenwärtig zwei herausfordernde Ingenieurbauwerke im Fokus. Letztgenannte überspannt das namensgebende Tal auf bis zu 70 m hohen Stützpfeilern, welche zum Schutz der bestehenden Silhouette besonders schlank gestaltet werden mussten.
Weiterhin bedingte die unmittelbare Abfolge der Gottleubatalbrücke im Anschluss an den Kohlbergtunnel, dass das Taktschiebeverfahren der Brückenelemente – anders als üblich – talwärts erfolgen musste, was eine zusätzliche Herausforderung mit sich brachte. Der Kohlbergtunnel selbst ist wiederum nur mit wenigen Metern Erde überdeckt und dennoch war der Erhalt der überliegenden Fauna immens wichtig, sodass keine offene Bauweise als Trog möglich war. Die Stützwände der Tunnelportale werden künftig mit dem regionstypischen Sandstein verkleidet sein. Der Bau soll voraussichtlich 2026 abgeschlossen sein, um die Pirnaer Innenstadt vom Verkehr in Richtung Sächsische Schweiz zu entlasten. Die Anbindung an das Bestandsnetz soll an einem LSA-Knotenpunkt erfolgen. Im Anschluss fand die Exkursion einen kulinarischen Ausklang.
Ein herzlicher Dank geht an den VSVI, der diese spannende Exkursion ermöglicht hat.