Stralsund_Neuer Markt

Aus der positiven Entwicklung Stralsunds sowie der stetig steigenden Attraktivität der historischen Altstadt – beispielsweise durch die Sanierung denkmalgeschützter Bauten und Um- bzw. Neugestaltung der öffentlichen Räume – resultieren veränderte Anforderungen an die örtlichen verkehrlichen Gegebenheiten. Insbesondere der Tourismus hat in der Hansestadt in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen und durch die Corona-Pandemie und der damit verbundenen inner-deutschen Reiseaffinität zusätzliche Impulse erhalten.

Mit der Fortschreibung des Verkehrskonzeptes aus dem Jahr 2012 wird das Ziel verfolgt, die Aufenthaltsqualität der historischen Altstadt weiter zu steigern. Die Entlastung des Gebiets vom fließenden und ruhenden Kfz-Verkehr steht dabei besonders im Fokus. Nicht verlagerbare Verkehre sollen möglichst verträglich abgewickelt werden, um die Situation für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer – auch vor dem Hintergrund der Verkehrssicherheit – zu optimieren.

Somit sind verkehrsplanerische und verkehrstechnische mit städtebaulichen und gestalterischen Anforderungen zu überlagern. Die erste Stufe des Konzepts umfasst dabei die Bestandsanlayse des fließenden und ruhenden Kfz-Verkehrs sowie Untersuchungen zum ÖPNV-Angebot und der Situation für den Fuß- und Radverkehr in der Altstadt. Dabei werden das Verkehrsaufkommen und die bestehende Verkehrs- und Parkraumorganisation bewertet, um Handlungserfordernisse zu identifizieren. Auch der bauliche Zustand der Straßen sowie des Rad- und Gehwegnetzes werden in diesem Zusammenhang untersucht.

Mithilfe der verkehrlichen Bestandsanalyse werden Stärken, Schwächen und Herausforderungen abgeleitet, die wiederum als Grundlage für die Strategien, Maßnahmen und Planungskonzepte dienen. Im Ergebnis wird ein Gesamtverkehrskonzept erarbeitet, welches die Interessen aller Verkehrsteilnehmer sowie städtebauliche und touristische Aspekte berücksichtigt und zusätzlich in Form einer Road-Map visualisiert wird.

Die Bearbeitung erfolgt im engen Austausch mit der Hansestadt Stralsund, um möglichst effiziente und zielführende Ergebnisse zu erhalten. Es ist eine Beteiligung von IVAS bei der Umsetzung der Maßnahmen angestrebt.