Lärmaktionsplan Jena

Mit der Auslieferung des Entwurfes zum Lärmaktionsplanes Jena konnten die Arbeiten erfolgreich abgeschlossen werden. Maßnahmen zur Verminderung von Verkehrslärm, wie der Verbesserung von Fahrbahnzuständen, u. a. durch Einsatz lärmarmen Asphalts und Minimierung der gefahrenen Geschwindigkeiten sind Hauptansatzpunkte in Jena. Untersuchungen zur Wirksamkeit von Lärmschutzwänden runden den Lärmaktionsplan ab. Die Wirkung aller Maßnahmen mit Ermittlung der Zahl betroffenen Einwohner wurden anhand des Programmes ODENS bewertet.  

 

Im Rahmen der Erarbeitung der 2. Stufe des Lärmaktionsplanes Jena hat das Ingenieurbüro IVAS Ende interessierten Bürgern der Stadt die Hot Spots der Lärmbetroffenheiten sowie mögliche Handlungsfelder und Maßnahmeansätze in den am meisten betroffenen Straßenabschnitten vorgestellt. Immerhin zählen in Jena fast 6.500 Einwohner zu denjenigen Betroffenen, die nachts Pegeln von mehr als 55 dB(A) ausgesetzt sind, was eine gesundheitliche Beeinträchtigung bedeutet.  

 

Aus der im Jahr 2012 durchgeführten Kartierung konnten die Lärmbetroffenheiten an den kartierten Straßen Jena ermittelt werden. Im Vergleich zur letzten Kartierung hat es nur in einigen Straßen signifikante Verbesserungen der Lärmbelastungen gegeben. Für den neuen Lärmaktionsplan sind nun Maßnahmen erforderlich, die zu einer deutlichen Verbesserung der Pegel führen können und dabei auch andere Belange der Verkehrsplanung und Stadtentwicklung berücksichtigen. Unter anderem werden Maßnahmen, wie Einordnung von Radverkehrsanlagen, Verlagerung von Schwerverkehr und die Sanierung von Straßen, insbesondere mit Einbau von lärmminderndem Asphalt etc. empfohlen.  

 

Mit dem Programmsystem ODEN des Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie werden die Erfolge der Lärmminderung durch Vergleich der Lärmkennziffer für den Mit- und Ohnefall dargestellt.