Lärmaktionsplan Hoyerswerda einstimmig beschlossen

(Stand: Januar 2014)  

Das Ingenieurbüro IVAS erarbeitete in den letzten Monaten den Lärmaktionsplan – Stufe 2 für die Stadt Hoyerswerda. Grundlage bildete die Lärmkartierung aus dem Jahr 2012, die für die durch die Stadt verlaufenden Bundesstraßen B 96 und B 97 sowie auf anderen hoch belasteten Straßen durchgeführt wurde. Weitere schalltechnische Berechnungen für Straßenzüge, die aufgrund vstark von Lärm betroffen sind, wurden im Rahmen der ERarbeitung des Lärmaktionsplanes ebenfalls durchgeführt. Ableitend aus den Kartierungsergebnisse wurden hotspots (höchste Betroffenheiten der Bevölkerung) identifiziert und Maßnahmen entwickelt, die zu einer deutlichen Entlastung der betroffenen Einwohner führen können. Darunter zählen u. a. die Empfehlung zu Deckensanierungen (teilweise mit Einsatz lärmmindernder Fahrbahnbeläge) für ausgewählte Straßenzüge, Geschwindigkeitsreduktion – insbesondere in den Nachtstunden an stark belasteten Straßenabschnitten, Förderung des Radverkehrs und weitere Lärmminderungsmaßnahmen.  

 

Im Weiteren wurde im Lärmaktionsplan auch auf die Besonderheiten der maßgeblichen Lärmquellen des Gewerbelärms eingegangen. Dafür erfolgt die Herausarbeitung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb der Anlagen. Anhand der Ergebnisse der durchgeführten Grundlagenermittlung wird eine Beschreibung der Störeinflüsse für die Bevölkerung vorgenommen. Daraus ableitend können Vorschläge zur Minderung der Lärmbelastungen abgeleitet werden, die dann in detaillierten Untersuchungen vertieft werden.  

 

In Workshops erfolgten Abstimmungen in verschiedenen Phasen der Erarbeitung des Lärmaktionsplanes. Es gab eine öffentliche Auslegung des Entwurfes sowie eine Anhörung der Träger öffentlicher Belange. Die entsprechenden Hinweise wurden in den Lärmaktionsplan integriert. Im Ergebnis werden im Lärmaktionsplan sieben Maßnahmenkomplexe für die Bereiche fließender Verkehr, ruhender Verkehr, allgemeine Verkehrsplanung, Radverkehr, Güterverkehr, Schienenverkehr und Monitoring vorgeschlagen, deren Umsetzbarkeit für besonders betroffene Abschnitte geprüft und bewertet wurden. Mit dem Beschluss des Stadtrates wird die Stadt Hoyerswerda die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umsetzen.